Michel Mischler

Ehemaliges Heimkind

1960 wurde Michel Mischler kurz nach seiner Geburt den überforderten Eltern aus der Stadt Bern weggenommen und ins Kinderheim «Mariahilf» in Laufen gebracht. Dort verbrachte er die nächsten elf Jahre seines Lebens. Mangel an Aufmerksamkeit von Seiten der katholischen Klosterfrauen führte dazu, dass bei Michel eine Unterentwicklung unbemerkt blieb, welche eigentlich eine spezielle Betreuung notwendig gemacht hätte. Dadurch verpasste Michel Mischler den Anschluss in der Schule. Im Heim wurde er Opfer von schweren körperlichen und seelischen Misshandlungen. Michel Mischler wurde nächtelang auf dem Estrich eingesperrt, systematisch geschlagen, kopfüber in einen Kübel Wasser gesteckt, sodass er beinahe ertrunken wäre und regelmässig mit den Worten erniedrigt: «du chasch nüd, du besch nüd und us dir wird nüd». Nach seiner Kindheit im Heim gelang es Michel Mischler nie ein eigenständiges Leben zu führen.

Biographie von Willy Mischler: Falsche Gnade für Nonnen (Beobachter vom 8. Februar 2013).

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    Ende September 2016 wurde der Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative vom Parlament verabschiedet; das Gesetz tritt auf Anfang 2017 in Kraft. Alle Informationen für die Gesuchstellung werden demnächst veröffentlicht unter:

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