Opfer von Zwangsadoptionen

Unzählige Neugeborene wurden bis in die 1970er-Jahre durch Vormundschaftsbehörden von ihren unverheirateten Müttern getrennt. Weil die Frauen aus ärmlichen Verhältnissen stammten, angeblich ein „liederliches Leben“ führten oder aber weil ihre Männer Alkoholiker waren oder als „arbeitsscheu“ galten. Die Mütter wurden oft so stark unter Druck gesetzt, dass sie ihre Neugeborenen zur Adoption „freigaben“. In diesen Fällen spricht man von Zwangsadoption. Aufgrund des geltenden Adoptionsrechts ist es den Opfern dieser erzwungenen Adoptionen praktisch unmöglich, ihre Kinder wiederzufinden. Von den Behörden erhalten die Mütter keine Unterstützung bei der Suche nach ihren Kindern.

Hostettler, Otto; Föhn, Markus (2012): Gebt mir mein Kind zurück (Beobachter 25/2012).

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    http://www.fszm.ch.
    Ende September 2016 wurde der Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative vom Parlament verabschiedet; das Gesetz tritt auf Anfang 2017 in Kraft. Alle Informationen für die Gesuchstellung werden demnächst veröffentlicht unter:

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