Der Soforthilfefonds ist ein Zwischenschritt – die Wiedergutmachungsinitiative geht viel weiter

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Am 14. April 2014 wurde mit einer Vereinbarung zwischen dem Delegierten für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und der Glückskette der Soforthilfefonds offiziell geschaffen. Das Komitee für die Wiedergutmachungsinitiative begrüsst diesen Schritt. Der Soforthilfefonds fällt mit voraussichtlich 7 bis 8 Millionen Franken jedoch bescheiden aus und ist nur für diejenigen Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen gedacht, die aktuell in einer finanziellen Notlage sind.


Die Wiedergutmachungsinitiative geht viel weiter und erfasst alle rund 20‘000 Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Die Initiative sorgt für eine umfassende Wiedergutmachung des Unrechts, das insbesondere Heimkinder, Verdingkinder, administrativ versorgte, zwangssterilisierte oder zwangsadoptierte Personen sowie Fahrende aufgrund fürsorgerischer Zwangsmassnahmen erlitten haben. Dazu soll ein Fonds von über 500 Millionen Franken errichtet werden. Alle der etwa 20‘000 schwer betroffenen Opfer erhalten daraus eine Wiedergutmachung. Zudem gibt es eine wissenschaftliche Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte. Für die Initianten ist klar: Ohne die Wiedergutmachungsinitiative gibt es keine gerechte Lösung für die Opfer. Die 100‘000 Unterschriften müssen daher möglichst rasch gesammelt werden. Die Unterstützung aus der Bevölkerung ist gross. Seit der Lancierung vor wenigen Tagen sind bereits Tausende von Unterschriften zusammengekommen.

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