Solidaritätsmarsch endet erfolgreich in Genf: UNO-Menschenrechtsrat über Wiedergutmachungsinitiative informiert

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Die ehemaligen Verdingkinder und Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen haben nach sieben Tagen ihren Solidaritätsmarsch vor der UNO in Genf beendet. Auf ihrem Weg von Bern nach Genf haben die Betroffenen in mehreren Städten Unterschriften für die Wiedergutmachungsinitiative gesammelt. In Genf wurde die Wiedergutmachungsinitiative von Jean Ziegler, Vizepräsident des beratenden Ausschusses des UNO-Menschenrechtsrates, entgegengenommen. Bei der Übergabe  sagte e: „Es gibt 20‘000 Opfer die noch leben, diese haben das Recht auf Wiedergutmachung. Die Forschung muss klären, wie dies in einem Demokratischen Staat wie der Schweiz geschehen konnte.“ Jean Ziegler wird die Initiative dem Präsidenten des UNO-Menschenrechtsrates zur Information übergeben. Auch Betroffene aus Deutschland, Österreich und Frankreich unterstützten die Aktion vor dem Palais des Nations. Zudem waren mehrere Genfer Grossrätinnen und Grossräte als Zeichen ihrer  Solidarität anwesend.

Zweieinhalb Monate nach der Lancierung der Initiative sind bereits 50‘000 Unterschriften zusam-mengekommen. „Dieser immense Erfolg zeigt, dass die Bevölkerung hinter dem Anliegen einer Wiedergutmachung steht“, sagt Initiant Guido Fluri. Die Wiedergutmachungsinitiative verlangt eine wissenschaftliche Aufarbeitung der fürsorgerischen Zwangsmassnahmen und eine finanzielle Wie-dergutmachung für die schwer betroffenen Opfer.

Foto: Jean Ziegler im Gespräch mit Betroffenen (jpg)


Weitere Impressionen zum Solidaritätsmarsch finden Sie auf: www.facebook.com/wiedergutmachungsinitiative

 

Auszug Medienberichterstattung:

 

RTS - Le Journal: Les anciens enfants placés on transmis le texte de leur initiative populaire au Conseil des droits de l'homme

 

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