Gruppe von SVP-Parlamentariern tritt dem Unterstützungskomitee bei – Auch alt Bundesrat Ogi unterstützt die Wiedergutmachungsinitiative

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Die Wiedergutmachungsinitiative für Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen erhält eine bedeutende politische Unterstützung. Heute sind sechs SVP-Vertreter gemeinsam dem Unterstützungskomitee beigetreten – unter Ihnen ist alt Bundesrat Adolf Ogi, die Nationalräte Max Binder, Felix Müri, Lukas Reimann und Hansjörg Walter sowie der Berner SVP-Regierungsrat Christoph Neuhaus. Damit sind jetzt alle grossen nationalen Parteien im Initiativ- oder Unterstützungskomitee der Wiedergutmachungsinitiative vertreten.

In der Schweiz leben Zehntausende Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Opfer von Misshandlungen und Missbrauch wurden Verdingkinder, aber auch administrativ versorgte, zwangssterilisierte und zwangsadoptierte Personen, Fahrende sowie viele Heimkinder. In Kenntnis dieser historischen Fakten sagt SVP-Nationalrat Felix Müri (LU): „Die Berichte und Studien über die Misshandlungen auch in Luzerner Kinderheimen können einem nicht kalt lassen. Die Wiedergutma-chungsinitiative setzt sich für die ehemaligen Heimkinder ein, die schweres Unrecht erlitten haben. Darum unterstütze ich die Initiative.“

Unter anderem haben Verdingkinder schweres Unrecht erlitten. Stellvertretend dazu sagt SVP-Nationalrat und Landwirt Max Binder: „Viele Kinder hatten es durchaus gut in der Pflege bei Bauern, es war für sie die Grundlage für ein erfolgreiches Berufsleben. Viele Verdingkinder haben jedoch auch Missbrauch erlebt, dessen Auswirkungen sie bis heute begleiten. Mit der Unterstützung der Wiedergutmachungsinitiative will ich als Politiker und Landwirt ein Zeichen der Solidarität setzen und Hand für eine gerechte Lösung bieten – ohne unfaire Anschuldigungen an den Bauernstand.“

Für Guido Fluri, Initiant der Wiedergutmachungsinitiative, zeigt die Unterstützung der SVP-Exponenten, dass die Aufarbeitung dieses dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte heute einem breiten gesellschaftlichen Konsens entspricht: „Die Einsitznahme zeigt, dass die Initiative mit ihrem Wiedergutmachungsfonds der richtigen Weg ist. Erstmals gibt es eine umfassende politische Allianz von links bis rechts, welche eine Aufarbeitung und finanzielle Wiedergutmachung für schwerbetroffene Opfer endlich möglich macht.“

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