Parlament verabschiedet Gegenvorschlag

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Am 30. September 2016 hat das Schweizer Parlament einen Gegenvorschlag zur Wiedergutmachungsinitiative beschlossen, der die Hauptforderungen der Initiative übernommen hat. Der Gegenvorschlag, so Hauptinitiant Guido Fluri, sei «ein unmissverständliches Zeichen der Versöhnung. Die Politik will ein Stück Gerechtigkeit wiederherstellen.» Der Gegenvorschlag sieht neben einer wissenschaftlichen Aufarbeitung einen Solidaritätsbeitrag für die Betroffenen vor, dies in Anerkennung des erlittenen Unrechts.

 

Das Initiativkomitee der Wiedergutmachungsinitiative zieht nach dem Ja von National- und Ständerat zum Gegenvorschlag sein Volksbegehren wie angekündigt zurück. Mit dem vorgesehenen Gegenvorschlag kann den betagten Opfern schneller geholfen werden. Ab Ende November 2016 sollen die notwendigen Informationen für die Anmeldung auf der Website www.fszm.ch verfügbar sein. Ab Anfang 2017 können die Gesuche dann bei der zuständigen Stelle des Bundes eingereicht werden.

 

Rund 200 ehemalige Verdingkinder und Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen haben zusammen mit dem Initiativkomitee, Politikern aller Parteien sowie vielen weiteren Unterstützern den politischen Erfolg im Kulturcasino in Bern gefeiert. Auch Bundesrätin Sommaruga beehrte die Veranstaltung, wobei sie den Tag als besonderen Tag für die ganze Schweiz würdigte. Wie Guido Fluri in seiner Rede betonte, werde man die Umsetzung des Gegenvorschlags eng begleiten. «Sie können sicher sein, dass ich mich auch in Zukunft für Menschen, die unter fürsorgerischen Zwangsmassnahmen gelitten, haben voll engagieren werde», so Fluri.

 

Die Fotos der Veranstaltung finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

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